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Der verhängnisvolle Autoritätsglaube

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„Autoritätsdusel ist der größte Feind der Wahrheit.“ (Albert Einstein)

In der Corona-Krise ist auf erschreckende Weise offenbar geworden, wie stark in der Gesellschaft noch der Glaube an die Autoritäten in den Staatsämtern, in der Medizin, in der Wissenschaft überhaupt verankert ist. Mit Hilfe der ständig erzeugten panischen Angst vor dem Tode hat er sich gar zum blinden Autoritätsglauben gesteigert, dem die offenen Lügen, Täuschungen, Manipulationen und beispiellosen Verfassungsbrüche nicht mehr auffallen, an denen man eigentlich aufwachen müsste. Wo ist die jahrelange „Erziehung zum mündigen Bürger der Demokratie“ geblieben?

Das gläubig-ängstliche Aufschauen zu den heutigen medizinischen Autoritäten hat epidemische Ausmaße angenommen. Diese Wissenschaftler sind die modernen Priester, deren Worte von vorneherein als absolute Wahrheit genommen werden. „Nicht einmal die katholische Kirche genoss in den Pestzeiten des 14. Jahrhunderts eine vergleichbare Autorität wie die naturalistische Medizin der Gegenwart. Heute ist das Weihwasser am Eingang der Gotteshäuser ausgetauscht durch Sprühflaschen mit Desinfektionsmitteln.“ 1

Jeder wache Mensch müsste wahrgenommen haben, dass Politiker wie Wissenschaftler auch Irrtümer begehen, sogar große Irrtümer, dass sie der Kritik und Korrektur durch andere Wissenschaftler und die Öffentlichkeit bedürfen. Jedem müsste aufgefallen sein, dass nicht wenige von ihnen unlautere Motive haben: Wissenschaftler, die aus Ehrgeiz, Ruhm- und Geldgier vor gigantischem Wissenschaftsbetrug nicht zurückscheuen, korrupte Politiker, die scheinheilig das Gemeinwohl ihren Einzel- oder Gruppeninteressen opfern. Autoritätsgläubigkeit ist da nicht nur naiv und zurückgeblieben, sondern, wie Einstein sagte, „der größte Feind der Wahrheit“. Sie fördert die Herrschaft der Unwahrheit und Lüge im Land.

Zur Kritik an Wissenschaftlern muss man nicht selbst ihr Fach studiert haben. Wohl aber kann man die Solidität und Sauberkeit der angewendeten wissenschaftlichen Methode beurteilen und wieweit ihre Ergebnisse sich sinnvoll in einen größeren Sinnzusammenhang eingliedern lassen. In jedem Fall muss man hinzuziehen, was andere Wissenschaftler kritisch dazu zu sagen haben. Denn „die Wissenschaft“ gibt es nicht, die mit einer Stimme die Wahrheit verkünden könnte, sondern immer nur eine Fülle von verschiedenen Forschungs-Richtungen und -Ansätzen, zwischen denen auch nicht die Mehrheit über die Wahrheit entscheiden kann. Nur in der jeweiligen Fruchtbarkeit muss sich die Wahrheit letztlich erweisen. „Was fruchtbar ist, allein ist wahr“, resümierte Goethe am Ende seines langen Forscher-, Politiker- und Dichterlebens.

Angesichts der verheerenden Auswirkungen, welche die Autoritätsgläubigkeit vieler Menschen auf das Leben der Gesellschaft haben kann und hat, ist es von großer Bedeutung, ihren vielfältigen Ursachen nachzugehen.

Die Schwäche des Ich

Die tiefste Ursache scheint mir darin zu liegen, dass die meisten Menschen innerlich passiv im Strom des Lebens mitschwimmen und ihr Ich als innere aktive Instanz ihres Denkens und Wollens nicht ergreifen. Sie überlassen sich dem, was man ihr Alltags-Ich nennen könnte, ihrem Ego, das sich möglichst bequem und seine persönlichen Vorteile suchend im Leben einrichtet. Sie ahnen zwar und spüren in ihrem Gewissen, dass es noch einen höheren Menschen, ein höheres Ich in ihnen gibt, das ihr Ego in seinen Trieben, Begierden und seinem Handeln aus höheren Gesichtspunkten beurteilt. Und sie sehnen sich in lichten Momenten der Nachdenklichkeit auch danach, sich diesem idealen Menschen in sich anzunähern, ihn zum Herrscher in ihrer Seele zu machen. Aber das ist mühsam, bedarf ständiger Anstrengung und unterbleibt daher in der Regel.

Können sie so die höhere Instanz in ihrem Inneren nicht finden, scheint sie ihnen stattdessen von außen in der hohen Obrigkeit bequem entgegenzukommen. An die Stelle des eigenen höheren Ich tritt das Pseudo-Ich der Obrigkeit, die äußere Autorität, deren Willen sie folgen. Der Mensch bleibt im Alltags-Ich stecken und empfängt gehorsam die Anordnungen der Autoritäten, denen er sich wie selbstverständlich unterwirft.
Dies ist ein allgemeines Phänomen. Die Obrigkeitshörigkeit hat aber bei den Deutschen eine besonders starke Ausprägung, da sich hier die Negativseite einer nicht ergriffenen Volks-Veranlagung auswirkt. Dies ist von mir hier und hier näher ausgeführt worden.

Zu dieser Schwäche im Inneren des Menschen kommt nun eine ganze Reihe äußerer Faktoren hinzu, die sie fördern und verstärken.

Staatliches Schulsystem

Das Bildungssystem befindet sich in der Hand der Obrigkeit. Sie bestimmt, was in den staatlich organisierten Schulen gelehrt wird, die von der großen Masse der Kinder besucht werden. Selbstverständlich wird das unterrichtet, was diese Obrigkeit zur Aufrechterhaltung der bestehenden Obrigkeitsverhältnisse und damit zur Sicherung ihrer eigenen Macht den Lehrern verordnet. Diese stehen in einem Treue- und Gehorsamsverhältnis zum Staat und sind das unterste Glied einer sich über den Schülern und Eltern erhebenden Verwaltungs-Hierarchie der Obrigkeit.

Als der absolutistische Staat im 18. Jahrhundert die Schulen von den Kirchen übernahm, bekamen die Schulen die Aufgabe, „konservative Untertanen zu erziehen, die durch ihre Leistungen zur Vermehrung der wirtschaftlichen, der politischen und der militärischen Macht des Staates beitragen sollten. Man benutzte die Schulen zur Festigung der überkommenen, statischen Ordnungen. Die Leistungsanforderungen sollten daher auch – verstärkt in der Volksschule – die Schüler nicht zum Bewusstsein ihrer Freiheit und Selbstverantwortlichkeit führen. Nicht das Wachsen und Reifen der Schüler, denen die Leistungsanforderungen in der Schule zu dienen haben, stand im Vordergrund, sondern die einseitige Ausrichtung auf den künftigen Zweck, auf die Verwendbarkeit des Erwachsenen.“ (Prof. Carl-Ludwig Furck) 2

Dieses staatliche System herrscht noch heute. Es hat sich im Prinzip nicht verändert. Einst vom absolutistischen Staat als Herrschaftsinstrument etabliert, hat es so unterschiedliche Staatsformen wie das Kaiserreich, die Weimarer Republik und die Hitler-Diktatur überdauert. Stets war es ein geeignetes Instrument für die jeweils Herrschenden, die Jugend nach ihren Vorstellungen unterrichten und ausbilden zu lassen. Zwar ist die Erziehung zum Untertanen kein Bestandteil der offiziellen Lehrpläne mehr, aber das Prinzip ist geblieben, durch zentrale Steuerung dafür zu sorgen, dass die Jugend einer „freien“ Gesellschaft nach den Grundsätzen und für die Ziele unterrichtet wird, die eine herrschende Schicht im Gewand der staatlichen Obrigkeit für wünschenswert hält.

Und niemand kann übersehen, dass auch heute in starkem Maße wirtschaftliche und politische Forderungen, also außerpädagogische Interessen in den staatlichen  Lehrplänen Berücksichtigung finden. Ja, das noch halbwegs am Humboldt`schen Bildungsideal orientierte bisherige Schul- und Hochschulsystem ist seit über zwanzig Jahren mit einer noch nie dagewesenen Radikalität in Richtung eines an ökonomischen Interessen orientierten Schul- und Hochschulunterrichts umgestaltet worden. Der Mensch soll nicht mehr im Sinne der christlichen Humanitätsideale Europas zur autonomen, sich selbst bestimmenden Individualität gebildet, sondern als Objekt, als Produktionsfaktor, zu immer neuer Anpassung an die abstrakten Anforderungen der Wirtschaft befähigt werden. 3

Sowie der Staat inhaltlich gestaltend in den kulturellen, erzieherischen Lebensbereich der Menschen eingreift, der ihn grundsätzlich nichts angeht, begründet er automatisch ein demokratiewidriges Über- und Unterordnungsverhältnis, dem die Menschen passiv als Untertanen ausgesetzt sind. Er nötigt dem Lehrenden als ausführendem Organ eine pädagogische Verhaltensnorm auf, die sein schöpferisches Ideenvermögen, seine Eigeninitiative und Selbstverantwortung lähmen und ihn als mündigen, sich selbst bestimmenden Fachmann missachten.
Der staatliche Lehrer tritt dem Schüler als Vertreter der Obrigkeit entgegen. Selbst wenn er von Freiheit und Selbstbestimmung des Menschen redet, straft er als ausführende obrigkeitliche Figur seine Worte Lügen. Zur Freiheit erziehen kann nur ein Lehrer, der selbst frei ist.

Autoritative Stoffvermittlung

Insbesondere in der Oberstufe der Staatsschulen besteht der Unterricht fast ausschließlich aus dem Pauken des Stoffes, den der obrigkeitliche Lehrplan vorschreibt. Nicht wird altersmäßig geeigneter Stoff benutzt, um die erwachende Urteilsfähigkeit zu schulen, sondern der Stoff selbst ist die Hauptsache, der das Bewusstsein der Schüler nach dem Willen der Obrigkeit formen und erfüllen soll. Dies geschieht unter dem ständigen seelischen Druck benoteter Überprüfungen durch mündliche und schriftliche Fragen und Tests, ob und inwieweit die Dinge aufgenommen und verstanden worden sind, ein Prozess, der über die Versetzung in die nächst höhere Klassenstufe entscheidet und in der Schulabschlussprüfung gipfelt, deren Bestehen Eingangsvoraussetzung für bestimmte Berufe ist oder die Berechtigung zum Studium vermittelt.

Das Lernen findet dauerhaft unter dem Druck von Angst und Sorge statt, welche die Anpassung an Inhalte erzwingen, die nicht mit eigener Erkenntnis erarbeitet, sondern von Autoritäten der Obrigkeit vorgegeben werden. Das führt dazu, dass die Schüler nicht aus einem ursprünglichen Interesse an den Dingen lernen; sie lernen überwiegend aus Angst vor schlechten Noten und um die Prüfung zu bestehen.
Grotesk wird es, wenn die Erfüllung etwa noch bestehender Lernziele wie Motivation, Interesse, freiwillige und selbständige Mitarbeit und Initiative geprüft werden sollen, Lernziele die frühere Strukturpläne noch als wichtig ansahen: Höher zu werten als Lernen zur Vermeidung von Sanktionen oder zur Erledigung einer von außen auferlegten Verpflichtung sei Lernen aus eigener Verantwortung. Das bedeutet in diesem System: Wer nur zur Vermeidung von Sanktionen lernt, hat Sanktionen zu erwarten. Wer nur um der Noten willen arbeitet, ist unreif und bekommt eine schlechte Note.

Die obrigkeitliche Schule erzieht durch Angst zum folgsamen und in der bestehenden Wirtschaft und Gesellschaft brauchbaren Untertan. Wer sich die Schule als Förderungsstätte vorstellt, in der jedes Kind sein Recht auf Bildung geltend machen kann, bemerkt eine merkwürdige Umkehrung: Nicht der Schüler, sondern die Schule macht Forderungen geltend. Aber jeder Schüler, der den Anforderungen der Schule nicht gewachsen ist, ist im Grunde ein Beweis dafür, dass in Wahrheit die Schule den Anforderungen der Schüler nicht gewachsen ist.

Der Prozess des autoritativen Lernens setzt sich an den Hochschulen fort, die ebenfalls staatlich organisiert und von obrigkeitlicher und auch von zweckgebundener Finanzierung aus der Wirtschaft abhängig sind. Sie sind heute so verschult, dass sie vielfach nur als höhere Gymnasien bezeichnet werden können. Auch hier muss unter Zeit- und Prüfungsdruck, also Angst, eine dichtgedrängte Fülle von vorgegebenen Wissensinhalten aufgenommen und immer wieder in Klausuren bestätigt werden, so dass überhaupt keine Zeit besteht, darüber reflektierend nachzudenken. Es handelt sich zumeist nicht mehr um ein wissenschaftliches Studium, in dem die wissenschaftlichen Grundlagen des jeweiligen Faches, geschweige denn erkenntnistheoretische Voraussetzungen wissenschaftlichen Erkennens überhaupt thematisiert würden. Daher können die Studenten die wissenschaftliche Qualität dessen, was ihnen die Professoren vorsetzen und was sie von Lehrbuch-Autoritäten aufnehmen, in der Regel gar nicht beurteilen. Sie werden im Grunde autoritativ indoktriniert.

Die meisten Mediziner z.B. sind von der Richtigkeit der Theorie von den Viren, die als Erreger vielen Infektions-Krankheiten zugrunde liegen sollen, deswegen vollkommen überzeugt, weil sie es im Studium von ihren Professoren so gelernt haben. Es ist richtig, weil es ihnen Autoritäten gesagt haben, nicht weil sie sich durch eigene Erkenntnisbemühung von der Wahrheit überzeugt hätten. Und arbeiten in einem Krankenhaus mehrere Ärzte zusammen, so wird der Autoritätsglaube des Einzelnen durch den Autoritätsglauben der anderen natürlich bestätigt und noch verstärkt. – Dies erklärt, warum die allermeisten Ärzte in den Krankenhäusern in der gegenwärtigen Corona-Panik so reibungslos mitmachen.

Die Wirkung der obrigkeitlichen Krankenfürsorge

Über 90% der Bevölkerung sind in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) zwangsversichert. Diese beruht nicht auf einem Vertragsverhältnis zwischen gleichen Vertragspartnern, sondern „Vater Staat“ tritt hier mit dem obrigkeitlichen Anspruch der totalen Gesamtversorgung auf. Das ist den Wenigsten bewusst. Den untergebenen Zwangsmitgliedern werden nicht nachträglich Krankheitskosten erstattet wie bei privaten Krankenversicherungen, sondern die medizinische Behandlung, therapeutische Betreuung und die Arzneimittel werden vom Staat direkt zur Verfügung gestellt. Weil Verwaltungsleute diese selbst natürlich nicht erbringen können, werden Ärzte, Therapeuten und Apotheker in Dienst genommen, die diese Leistungen im Auftrag der GKV den Patienten erbringen.

Dies bedeutet, dass nicht ein horizontales Vertragsverhältnis zwischen Patient und Arzt besteht, sondern ein vertikales Abhängigkeitsverhältnis zwischen GKV und Patient einerseits und zwischen GKV und Arzt andererseits. Der Arzt stellt daher nicht dem Patienten eine Rechnung aus, sondern rechnet mit der GKV ab, in deren Auftrag er auf Veranlassung des Patienten jeweils tätig wird. Er steht ebenso wie der Patient zur GKV in einem Unterordnungsverhältnis: Er muss die medizinischen Leistungen erbringen, die im staatlich diktierten Leistungskatalog enthalten sind, andere werden ihm nicht bezahlt. Er wird zwar anders als der Patient nicht zwangsrekrutiert, sondern wird freiwillig Kassenarzt, hat aber angesichts dessen, dass über 90 % der Bevölkerung am Tropf der GKV hängen, kaum eine andere Wahl.

Das Verhältnis des Arztes zur GKV hat eine weitere Zwangseinrichtung zur Folge: die Kassenärztliche Vereinigung (KV). Auch sie ist eine Körperschaft öffentlichen Rechts, in der alle Kassenärzte Zwangsmitglieder sind. Sie entlastet einerseits die Ärzte von der aufwendigen Abrechnungsarbeit mit der GKV, die sie zentral für die Ärzte nach deren Angaben durchführt und ihnen die Vergütung überweist, andererseits ist sie ein fachkundiges Überwachungsinstrument, das streng darauf achtet, dass sich die Ärzte mit ihren diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen genau innerhalb der staatlichen Direktiven bewegen, andernfalls sie ihnen nicht vergütet werden.4
Damit greift der Staat massiv in die Therapiefreiheit der Ärzte ein. Welche Heilverfahren, therapeutische Leistungen und Heilmittel bezahlt werden, wird von der Obrigkeit bestimmt. So werden Naturheilmittel z.B. so gut wie nicht finanziert. Dass dahinter die mächtigen Interessen der Pharmaindustrie stehen, ist offensichtlich und von Horst Seehofer 2012 bestätigt worden.

Der Staat nimmt hier gegenüber seinen Untertanen die gleiche Stellung ein wie ein Vater gegenüber seinen unmündigen Kindern. Auch der Vater geht für seine Kinder ein Vertragsverhältnis sowohl mit einem Arzt wie einem Apotheker oder Therapeuten ein, die mit ihm abrechnen, nicht mit den Kindern. Und diese wissen gar nicht, wieviel es kostet. „Vater Staat“ ist unser aller Vormund, der natürlich nur das Beste für uns will, sagt er, und alle lieben und glauben ihm in kindlicher Einfalt.

Diese umfassende „Fürsorge“ des vormundschaftlichen Staates ist den meisten Menschen nicht bewusst, übt aber unbewusst einen umso wirksameren  Einfluss auf ihre folgsame Einstellung zur selbstverständlichen Autorität der omnipotenten Obrigkeit aus.
Und von hier ist es kein weiter Weg zur selbstverständlichen Akzeptanz, des totalen obrigkeitlichen „Schutzes“, der Fürsorge, ja der Vorsorge vor einer aufgeblasenen Epidemie und der Hinnahme der eigenen Erniedrigung und Entwürdigung zum willenlosen Objekt durch eine politische Kaste.

Autoritative Medien-Macht

Die Autoritäten der Obrigkeit können heute die Menschen über die willfährigen Medien in einem noch nie dagewesenen Ausmaß über ihre Politik informieren oder auch desinformieren. Dabei haben sie als staatliche Autoritäten bei der Masse der Bevölkerung von vorneherein einen Glaubensbonus. Dieser wird noch dadurch verstärkt, dass ihre Verlautbarungen durch öffentlich-rechtliche, im staatlichen Auftrag betriebene und finanzierte Rundfunk- und Fernsehsender verbreitet und unterstützend kommentiert werden. Deren Nachrichtensendungen erhalten damit gleichsam einen amtlichen Stempel der Richtigkeit. Wenn dann auch noch die Meldungen der privaten Sender und Zeitungen gleichlautend sind, kann für die meisten Menschen gar kein Zweifel an der Wahrheit bestehen. Dabei spielt sich ein Prozess ab, der in seiner Wirksamkeit auf das Bewusstsein der Menschen besonders ins Auge gefasst werden muss.

Es wird durch diese mediale Vermittlung oder Propaganda ein öffentliches Gemeinschafts-Bewusstsein gebildet über das, was angeblich politisch und gesellschaftlich wirklich, gut und richtig ist, in dem die Allermeisten ohne eigene aktive Erkenntnis passiv mitschwimmen. Dadurch befinden sie sich in einem von außen gelenkten traumartigen Bewusstseinszustand. Im Traum sind wir ohne unser Zutun in Bilder und Vorstellungen eingetaucht, die wir nicht beeinflussen können, die uns gleichsam gefangen nehmen und die wir für wahr halten, obwohl sie es in der Regel nicht sind, was wir in diesem Zustand auch nicht unterscheiden können., sondern erst, wenn wir erwacht sind.

Auch in die medial vermittelten Bilder und Vorstellungen werden wir eingetaucht, ohne dass wir auf sie einen Einfluss haben, und die meisten nehmen sie eben als gegeben und wahr hin, obwohl sie in dieser Passivität nicht unterscheiden können, ob sie wahr oder unwahr sind. Das ist erst möglich, wenn man sich aus diesem passiven Gemeinschafts-Bewusstsein herauszieht, aktiv die eigene Erkenntnis anstrengt und überprüft, wie es sich mit diesen Inhalten eigentlich verhält, und sich dadurch in ein Individual-Bewusstsein erhebt, in dem man erst voll wach ist. Das aber machen aus der anerzogenen Ich-Schwäche nur verhältnismäßig wenige.5

Eine „Obrigkeit“, die diesen bewusstseins-dämpfenden psychologischen Mechanismus kennt, kann sich seiner in großem Stile bedienen, um Unwahrheiten und Lügen autoritativ zu verbreiten, die dann als Wahrheit genommen werden; wobei die Unwahrheit noch in einem besonderen Maße das Bewusstsein zum Traum herabdämpft, weil sie die Kraft der Illusion bereits in sich selbst trägt. Lügen und Täuschungen versetzen uns von sich aus in illusionäre Vorstellungen, die das Bewusstsein trüben; nur in der selbst errungenen Wahrheit sind wir im vollen Sinne wach.
Greift man nun zusätzlich noch zum emotional besonders tiefgreifenden Mittel der Angst-Erzeugung vor schweren persönlichen Nachteilen, vor Krankheit und tödlichen Gefahren, sind die Menschen erst recht in diesem traumartigen Zustand der Autoritätsgläubigkeit gefangen.

Dies ist in der gegenwärtigen Corona-Krise mit aller Deutlichkeit an die Oberfläche getreten. In einem gigantischen Lügen- und Angstgebäude wird der Schein einer Infektions-Pandemie erzeugt und permanent medial aufrechterhalten. Und die Massen dulden nicht nur, sondern verlangen in diesem herabgedämpftem Traumbewusstsein sogar noch nach einer beispiellosen Einschränkung ihrer Bewegungs- und Freiheitsrechte.

Fazit

Die Autoritätsgläubigkeit hat in einer ICH-Schwäche der meisten Menschen ihre Ursache, die ganz in einem äußeren materiellen Leben aufgehen und ihr innerstes geistiges Wesen mit seinen Bedürfnissen verleugnen.
Doch wird die Entwicklung des Ich durch die gesellschaftliche Verfassung auch massiv erschwert und behindert. In überkommenen obrigkeitsstaatlichen Strukturen beansprucht noch immer ein vormundschaftlicher Staat in vielen Lebensbereichen, wie im Bildungs- und Gesundheitswesen, absolute Für- und Vorsorge über die Menschen, die er dadurch ihrer Selbstbestimmung und Selbstverantwortung beraubt und zu folgsamen Untertanen entmündigt.

Ohne strukturell erzwungene Autorität gäbe es auch keine Autoritätshörigkeit, jedenfalls nicht in diesem verheerenden Ausmaß.

Es ist ein gewaltiges Umdenken erforderlich. Der Staat muss endlich auf seine eigentliche Aufgabe zurückgeführt werden, für die Sicherheit gegen äußere Feinde und die innere Sicherheit durch das Recht zu sorgen. Das geistig kulturelle Leben mit dem Bildungswesen in der Mitte gehört in die Selbstverantwortung und Selbstverwaltung der freien Menschen, die nur so dem staatlich-rechtlichen und einem ebenfalls selbständigen Wirtschaftsleben immer neue Innovationskräfte zuführen und Gestaltungen hervorbringen können, die dem Menschen und seiner Entwicklung zur Freiheit dienen und ihn nicht umgekehrt zum unselbständigen Teil einer Staatsmaschine machen.

In einem Brief vom August 1791 hatte bereits der junge Wilhelm von Humboldt treffend geschrieben, dass „das Prinzip, dass die Regierung für das Glück und das Wohl, das physische und moralische, der Nation sorgen muss“, gerade „der ärgste und drückendste Despotismus“ sei.  Also Gesetze des Staates, die das Handeln des Menschen im Wirtschafts- und im Geistesleben inhaltlich diktieren, und wären es die bestmöglichen, erniedrigen den Menschen zum folgsamen Sklaven und bedeuten nichts anderes als eben Diktatur. Der Mensch wird seines eigenen Zweckes, seiner wahren Bestimmung, sich selbst zu bestimmen und sich dadurch weiter zu entwickeln, beraubt.

Quelle: fassadenkratzer