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An wen verkauft der IS das Öl?

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Mittwoch, 2. Dezember 2015 , von Freeman um 09:00

Nach einigen aufwendigen Recherchen ist mir jetzt klar, warum die westlichen Mainshitmedien und die Volkszertreter kaum die Frage stellen, wer kauft das vom Islamischen Staat gestohlene syrische und irakische Öl und wie gelangt es überhaupt an die Käufer? Es sind sehr viele Parteien involviert, die von diesem illegalen Geschäft und von der Hehlerei mit gestohlener Ware profitieren und damit viel Geld machen. Der Hauptgrund aber für das Schweigen des Westen ist die Tatsache, jetzt haltet euch fest, das IS-Öl landet in Israel. Ja, wird für den Eigenbedarf benutzt und auch nach Europa verkauft, wo es dann an unseren Tankstellen in unsere Autos gefüllt wird. Aber alles der Reihe nach, angefangen mit etwas Vorgeschichte.


Am 28. November 2013 reisten Nechirvan Barzabi, der Premierminister der Irakisch-Kurdischen Regionalregierung (KRG), sein Vizepremier Imad Ahmed und der Minister für Naturressourcen, Ashti Hawrami, nach Ankara und trafen dort den damaligen türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdogan und den Minister für Energie, Taner Yildiz. Es wurde eine Vereinbarung zwischen der Türkei und KRG unterzeichnet, über den Export von Öl und Gas aus dem kurdischen Nordirak in die Türkei. Die Zentralregierung des Irak in Bagdad sollte auch ihren Anteil an den Einnahmen dabei bekommen. 

Bereits 2012 wurde mit dem Bau der Erbil-Türkei-Pipline begonnen, die für den Transit des Öl und Gas aus dem Nordirak an die türkische Küste vorgesehen ist, zum Verladehafen Ceyhan am Mittelmeer. Erbil ist die Hauptstadt und zugleich auch der Sitz der Regierung der Autonomen Region Kurdistan im Irak. Zudem ist Erbil die Hauptstadt des gleichnamigen Gouvernements Erbil und Wirtschafts- und Handelszentrum Kurdistans. 

Mit der oben genannten Vereinbarung zwischen der Türkei und den Kurden, wurde der Export von nordirakischen Öl und Gas sozusagen "legalisiert".  

Im August 2015 brachte die Financial Times einen Bericht heraus in dem steht, Israel bezieht bis zu dreiviertel seines Ölbedarfs aus dem irakischen Kurdistan. Geliefert wird das Öl mit Tankschiffen vom türkischen Hafen von Ceyhan zum israelischen Hafen von Ashod. Die israelische Zeitung The Jerusalem Post brachte die gleiche Meldung und schrieb damals: 

"Zwischen Mai und 11. August wurden 19 Millionen Fass Öl von Kurdistan nach Israel importiert, was 1 Milliarde Dollar entspricht. Israel hat einen Bedarf von 240'000 Fass pro Tag, das kurdische Öl macht demnach 77 Prozent des israelischen Öl in dieser Zeitspann aus.

Die KRG sagt nicht, ob sie das Öl 'direkt oder indirekt' an Israel verkauft, obwohl ein kurdischer Berater sagte, 'wir kümmern uns nicht darum, wo das Öl hingeht, nachdem wir es den Händlern geliefert haben. Unsere Priorität lautet, Cash zu erhalten, um die Peshmerga im Kampf gegen die ISIS zu finanzieren und um die Gehälter der Beamten zu bezahlen.

Der Rest des israelischen Ölbedarfs wird Berichten nach von Russland, Aserbaidschan und Kasachstan geliefert, obwohl Israel keine offizielle Information darüber herausgibt.
"

Die JPost schreibt dann abschliessend: "Kurdistans Anteil am internationalen Markt wächst, weil Italien, Griechenland und Frankreich auch mehr und mehr Öl von den Kurden beziehen."

Um zu rekapitulieren, wir wissen jetzt, die Türkei und das irakische Kurdistan haben einen Vertrag abgeschlossen, über den Export von irakischen Öl, das in die Türkei kommt und von dort verschifft wird. Das Öl geht zum Grossteil nach Israel, wird aber auch von europäischen Ländern gekauft.

Hier weiterlesen:  Alles Schall und Rauch: An wen verkauft der IS das Öl? http://alles-schallundrauch.blogspot.com/2015/12/nach-einigen-aufwendigen-recherchen-ist.html#ixzz3tAwrlweB